Stand: 2010-11-25
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Apistogramma trifasciata "Rio Guaporé"

Apistogramma trifasciata Rio Guaporé - imponierende Männchen
Abbildung 1: A. trifasciata – Imponiergehabe

Da ich in letzter Zeit vermehrt Nachfragen zu dieser schönen Apistogramma-Art bekommen habe, möchte ich die von mir gepflegte Variante aus dem Rio Guaporé an dieser Stelle ganz kurz vorstellen:

Im Sommer 2007 bekam ich aus einer Bestandsauflösung diese wunderschöne Variante von Apistogramme trifasciata. Es waren einige ausgewachsene Tiere und eine Reihe Jungtiere aus einer Teichaufzucht. Nach dem Umzug in den Keller bezogen die Tiere bei mir ein Becken mit der Grudfläche 125x40cm. Gezielt nachgezogen habe ich die Tiere nicht, es kamen aber immer mal wieder Jungfische hoch, so daß der Bestand gesichert war. Allerdings stellte sich heraus, daß es bei den Nachzuchten einen starken Männchenüberhang gab, so daß ich eines Tages lediglich noch zwei junge Weibchen hatte. Diese wurden dann gezielt angesetzt und seitdem ziehe ich die A. trifasciata regelmäßig in etwas größeren Stückzahlen nach.

22.05.2008

Ähnlich wie bei z.B. Apistogramma borellii ist auch bei den Weibchen von A. trifasciata der Brutpflegeinstinkt sehr stark ausgeprägt – insbesondere dann, wenn ein Weibchen gerade ein Gelege oder die Jungfische verloren hat.

So konnte ich heute beobachten wie eines der A. trifasciata Weibchen nach der Fütterung mit Daphnien diese vehement gegen die anderen hungrigen Beckeninsassen verteidigte und eine große Anzahl in einer Grube direkt an der Frontscheibe sammelte (siehe Abbildung 3). Diese wurden tatsächlich nicht vom Weibchen gefressen und bei verlassen der Grube sofort mit dem Maul aufgenommen und in die Grube zurückgespuckt. Das Verhalten entsprach also dem, welches normalerweise bei der Brutpflege zu beobachten ist.

Apistogramma trifasciata - Männchen
Abbildung 2: A. trifasciata Männchen
Apistogramma trifasciata - Weibchen beim Flöhe hüten
Abbildung 3: Weibchen beim "Flöhe hüten"
Apistogramma trifasciata - junges Nachzuchtmännchen
Abbildung 4: Junges Nachzuchtmännchen

25.11.2010

Die Aufzucht von A. trifasciata gestaltet sich recht problemlos, größere Ausfälle gibt es nicht. Gefressen wird neben Artemia-Nauplien in erster Linie feines Tümpelstaubfutter. Auch gehen die jungen A. trifasciata &ndash im Gegensatz zu z.B. meinen A. agassizii &ndash schon recht früh an feines Granulatfutter, welches allerdings nur selten zusätzlich zum Lebendfutter gefüttert wird.

Auffällig ist, daß die A. trifasciata auch bei bester Futterversorgung eher zu den extrem langsam wachsenden Arten gehören. Es vergehen schon gut 5-6 Monate, teilweise gar länger, bis eine eindeutige Trennung nach Geschlechtern möglich ist. Wobei man sich dabei dann auch gerne noch vertun kann, da die Art stark zu Tarnmännchen (unterlegene Männchen, welche die charakteristische Färbung von Weibchen beibehalten) neigt.

Apistogramma trifasciata - Larven zwei Tage nach dem Freischwimmen
Abbildung 5: Larven zwei Tage
nach dem Freischwimmen
Apistogramma caetei - Jungfisch vs. Artemia
Abbildung 6: Jungfisch vs. Artemia
Apistogramma caetei - Jungfisch
Abbildung 7: Die Jungfsichfärbung
wird langsam abgelegt
Apistogramma caetei - Jungfisch
Abbildung 8: Nun sieht man deutlich,
was es mal wird
Apistogramma caetei - Junges dominantes Männchen
Abbildung 9: Junges dominantes Männchen

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