Apistogramma trifasciata "Rio Guaporé"
Da ich in letzter Zeit vermehrt Nachfragen zu dieser schönen Apistogramma-Art bekommen habe, möchte ich die von mir gepflegte Variante aus dem Rio Guaporé an dieser Stelle ganz kurz vorstellen:
Im Sommer 2007 bekam ich aus einer Bestandsauflösung diese wunderschöne Variante von Apistogramme trifasciata. Es waren einige ausgewachsene Tiere und eine Reihe Jungtiere aus einer Teichaufzucht. Nach dem Umzug in den Keller bezogen die Tiere bei mir ein Becken mit der Grudfläche 125x40cm. Gezielt nachgezogen habe ich die Tiere nicht, es kamen aber immer mal wieder Jungfische hoch, so daß der Bestand gesichert war. Allerdings stellte sich heraus, daß es bei den Nachzuchten einen starken Männchenüberhang gab, so daß ich eines Tages lediglich noch zwei junge Weibchen hatte. Diese wurden dann gezielt angesetzt und seitdem ziehe ich die A. trifasciata regelmäßig in etwas größeren Stückzahlen nach.
22.05.2008
Ähnlich wie bei z.B. Apistogramma borellii ist auch bei den Weibchen von A. trifasciata der Brutpflegeinstinkt sehr stark ausgeprägt – insbesondere dann, wenn ein Weibchen gerade ein Gelege oder die Jungfische verloren hat.
So konnte ich heute beobachten wie eines der A. trifasciata Weibchen nach der Fütterung mit Daphnien diese vehement gegen die anderen hungrigen Beckeninsassen verteidigte und eine große Anzahl in einer Grube direkt an der Frontscheibe sammelte (siehe Abbildung 3). Diese wurden tatsächlich nicht vom Weibchen gefressen und bei verlassen der Grube sofort mit dem Maul aufgenommen und in die Grube zurückgespuckt. Das Verhalten entsprach also dem, welches normalerweise bei der Brutpflege zu beobachten ist.
Abbildung 2: A. trifasciata Männchen
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Abbildung 3: Weibchen beim "Flöhe hüten"
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Abbildung 4: Junges Nachzuchtmännchen
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25.11.2010
Die Aufzucht von A. trifasciata gestaltet sich recht problemlos, größere Ausfälle gibt es nicht. Gefressen wird neben Artemia-Nauplien in erster Linie feines Tümpelstaubfutter. Auch gehen die jungen A. trifasciata &ndash im Gegensatz zu z.B. meinen A. agassizii &ndash schon recht früh an feines Granulatfutter, welches allerdings nur selten zusätzlich zum Lebendfutter gefüttert wird.
Auffällig ist, daß die A. trifasciata auch bei bester Futterversorgung eher zu den extrem langsam wachsenden Arten gehören. Es vergehen schon gut 5-6 Monate, teilweise gar länger, bis eine eindeutige Trennung nach Geschlechtern möglich ist. Wobei man sich dabei dann auch gerne noch vertun kann, da die Art stark zu Tarnmännchen (unterlegene Männchen, welche die charakteristische Färbung von Weibchen beibehalten) neigt.
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